In Zusammenarbeit mit Microsoft haben 9 Kommilitonen und ich ein soziales Projekt für die Lebenshilfe Werkstatt München GmbH durchgeführt. Die Lebenshilfe Werkstatt München beschäftigt einige hundert Menschen mit Behinderung. Ziel war es, deren Arbeitsabläufe sinnvoll zu digitalisieren. Microsoft hat die Lebenshilfe Werkstatt dazu mit vier Tablets ausgestattet und wir haben an der Hochschule Darmstadt eine App für Menschen mit Behinderungen entwickelt.

Projektteam: Microsoft-Elective Sommersemester 2015
Meine Arbeitsfelder: Projektmanagement


Projekthintergrund

Im Rahmen des MACH-Programms führen Microsoft Mitarbeiter jedes Jahr ein soziales Projekt durch. Im Juli 2015 endete ein gemeinsames Projekt mit der Lebenshilfe Werkstatt München GmBH. Microsoft spendierte der Lebenshilfe vier Tablets. Einer der Mitarbeiter ist ehemaliger Interactive Media Design Student aus Darmstadt und hat das Projekt zu uns an die Hochschule gebracht. Wir entwickelten im Rahmen eines Elective eine App für die gespendeten Tablets. Damit wollen wir der Lebenshilfe Werkstatt helfen, digitale Medien in den Arbeitsalltag zu integrieren. Die Lebenshilfe will zeigen, dass Menschen mit Behinderung ganz selbstverständlich mit Tablets umgehen können und die Vorteile der Technik nutzen.


Aufgabe

Um festzustellen, was die genauen Anforderungen der Lebenshilfe sind, bin ich zu Semesterbeginn gemeinsam mit einer Kommilitonin zu einem Bodystorming nach München gefahren, habe die Lebenshilfe gezeigt bekommen und den Umfang der App abgesprochen. Auch wenn wir gern vieles mehr realisiert hätten, mussten wir bei diesem Projekt beachten, dass die App am Ende fehlerfrei laufen muss und uns daher deutlich einschränken.

Die App erleichtert die Protokollierung der Arbeit für die Menschen mit Behinderung. Die Mitarbeiter der Lebenshilfe Werkstatt setzten sich jeden Tag nach der Arbeit in Gruppen zusammen und protokollieren die ausgeführten Arbeiten. Dies geschieht nun künftig über die App, in der Mitarbeiter ihre Arbeiten eintragen können, damit die Gruppenleiter und sie selbst nachverfolgen können, was für Tätigkeiten die Mitarbeiter ausgeführt haben.

Damit ersetzt die App künftig das rechts stehende Protokoll, spart Papierarbeit und ist einfach anwendbar.

Einie wichtige Anforderung war, dass die App auf die unterschiedlichen Niveaus der Mitarbeiter eingeht. So sollen Mitarbeiter die Protokolle schriftlich ausfüllen, wenn sie dazu in der Lage sind, während andere Mitarbeiter die Protokolle mit Bildern bearbeiten.

Die Anforderungen von Microsoft waren lediglich, dass die App im Microsoft-Design gestaltet und mit C# programmiert wird. Alle weiteren Entscheidungen in diesem Projekt waren uns überlassen.


Umsetzung

Die Umsetzung des Projektes geschah in Eigenorganisation unseres Projektteams. Zwar hatten wir regelmäßigen Besuch von einem "MACH" und konnten uns Hilfestellung von dem gesamten MACH-Team holen, doch haben wir das Projektmanagement selbst übernommen.

Dazu haben wir das Projektteam in zwei Gruppen eingeteilt. So waren vier Studenten mit dem Design beauftragt, fünf mit der Entwicklung in C# und ich war für das Projektmanagement zuständig.

Dabei habe ich die Kommunikation zwischen den beiden Gruppen übernommen, Aufgaben an die einzelnen Kursteilnehmer verteilt, einen Projektplan aufgestellt und die Teams danach ausgerichtet. Als Projektplanungstool kam Trello zum Einsatz.

Während des gesamten Projekts stand ich in Kontakt mit der Lebenshilfe Werkstatt München und habe aufkommende Fragen abgesprochen.

Anfang Juli habe ich gemeinsam mit einem Kommilitonen aus dem Technik Team und mit den "MACH"s das Projekt der Lebenshilfe in München präsentiert.


Ergebnis

Screencast des Prototypen