Im Rahmen eines Blockseminars zum Thema Trend-Scouting sind einige Trends aufgefallen, die für große Ängste sorgen - selbst unter progressiv denkenden Designern. Solche Ängste haben wir aufgegriffen und konkretisiert. Aus diesen Ängsten haben wir Stories abgeleitet, die eine sogenannte Convenience-Eskalation vermeiden sollen, also eine Aufgabe der eigenen Souveränität durch die Abgabe aller Entscheidungen an die Technik. Diese erleichtert das Leben an vielen Stellen nur vornehmlich und hat unschöne Konsequenzen, auf die hier das Augenmerk gelegt wird. Um eine solche Convenience-Eskalation zu vermeiden haben wir 7 Grundsätze für Designer entworfen.

Das Gruppenprojekt entstand als Semesterprojekt zum Thema Trend Scouting in meinem 1. Fachsemester MACD.
Projektteam: Lukas Rabenau / Philip Leddin / Marta Weniger
Meine Arbeitsfelder: Konzeption / Präsentation


Die Convenience-Eskalation

Chatbots sind die neuen Freunde

"Die Künstliche Intelligenz hat Chatsbots soweit perfektioniert, dass sie mich besser verstehen und unterstützen können als meine echten Freunde. Auch wenn ich mich mit meinen Freunden treffe, kommuniziere ich doch immer lieber mit meinem Chatbot. So richtig viel erlebe ich mit meinen Freunden nicht mehr..."

IoT reguliert meinen Speiseplan

"Mein Kühlschrank ist teil meines Internet of Things Netzwerks und versteht, dass es meiner Gesundheit nicht zuträgtlich ist, wenn ich Bacon esse. Daher kauft er mir keine ungesunden Lebensmittel mehr ein und gibt mir vor, was ich zu essen habe und was nicht..."

Partner Matching

"Wer will schon mit jemandem zusammen sein, der mit hoher Wahrscheinlichkeit Krebs bekommt? Mein Freund jedenfalls hat laut meinem Matching System gute Chancen darauf, während es viele Männer gibt, die wohl besser zu mir passen.
Ich werde ihn wohl verlassen - er findet sicherlich auch jemanden, der besser zu ihm passt..."

Virtuelle Realität

"Binge Watching? Das war einmal! Man hat ja auch nur rumgehangen. Mittlerweile kann ich viel mehr erleben, als eine Serie. Dank meiner VR-Brille kann ich die coolsten Abenteuer erleben, ohne die ganzen Unannehmlichkeiten, wie meine Wohnung zu verlassen, Leute zu treffen oder meiner Umwelt ausgesetzt zu sein..."

Perfektionierung

""Du willst die Beförderung bekommen?", fragt mich morgens als allererstes mein Spiegel und bemerkt, dass meine Chancen mit diesen Falten, diesem Bart und der Frisur wohl nicht so so hoch sein werden, wie die meines Kollegens. Ich schaue also zu, dass ich nicht nur an meiner Leistung, sondern auch an meiner Wirkung arbeite. Jeden morgen ist mein Spiegel so freundlich und hilft mir dabei, mir immerzu weiter zu perfektionieren..."



7 Grundsätze für Designer

zur Vermeidung einer solchen Convenience-Eskalation.